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Die Geschichte vom kleinen Ameisenbären - Teil II - Besuch in Salvador

Wenige Tage, nachdem das Team der Wildtierstation den kleinen Ameisenbären abgeholt und versorgt hat, werden Bianca, ihre Familie und Daniel eingeladen, ihn in der Auffangstation zu besuchen. Für das Projekt, insbesondere für die Kinder, ist dies eine ganz besondere Gelegenheit, den Zoo, die Station und deren wichtige Arbeit kennenzulernen. 

Daniel, der zunächst natürlich traurig war über die Abreise seines kleinen Tieres, und noch dazu von seiner Familie in dieser Entscheidung nicht bestärkt, sondern verurteilt wurde, freute sich wahnsinnig über die Einladung nach Salvador.  

Seine Familie hatte ihm vermittelt, dass es dumm sei, den Kleinen wegzugeben – Daniel hätte schließlich noch viel Geld mit ihm verdienen können. 

Dennoch stimmte die Mutter nach einem Gespräch der Reise zu. 

Für Daniel war es das erste Mal, dass er in die Hauptstadt Salvador reiste. Obwohl er ja nicht weit weg wohnte, ist die Reise beschwerlich und dauert lange, weshalb die Menschen vom Dorf sie meist nicht auf sich nehmen, wenn es nicht unbedingt nötig ist. 

Die kleine Ausflugsgruppe fuhr zuerst drei Stunden mit dem Bus und dann noch einmal eine halbe Stunde mit dem Schiff, um schließlich die cidade baixa in der Bucht von Salvador zu erreichen. 

Daniel war sehr erstaunt von der großen Stadt, die ihm so heiß, so stickig und vor allem so wenig grün vorkam. Er wunderte sich sehr darüber wie wenig Bäume es gab. Natürlich - die Landschaft und das Klima verändern sich von Nilo Peçanha bis Salvador bereits sehr stark. Und Großstadtluft ist für jemanden, der sie zum ersten Mal schnuppert, sicherlich gewöhnungsbedürftig. 

Nach der Ankunft stand der Besuch im Zoo an, wo Daniel und die Familie Ana kennenlernten, die sich dem kleinen Ameisenbären angenommen hatte. 

Daniel durfte sich nun nicht nur persönlich davon überzeugen, dass der Kleine wohlauf war – es gab sogar noch eine Besichtigung des für Besucher eigentlich unzugänglichen Bereichs, in dem die Wild- und Waisentiere aufgenommen und versorgt wurden. 

Für alle war dies ein sehr exklusiver und spannender Ausflug. 

Nach dem Besuch bei Ana in der Wildtierstation ging es noch an den Strand – eine weitere Premiere für den Jungen Daniel, der noch nie richtig am Strand gewesen war. Ein perfekter Tagesabschluss. Übernachten konnte die Truppe glücklicherweise bei Cebolinhas Familie, die in einer Favela in Salvador lebt. 

Bereits am nächsten Tag ging es wieder nach Nilo Peçanha und Daniel konnte von seinen Erlebnissen berichten. Er war überglücklich, so eine tolle Reise gemacht zu haben und noch einmal mehr in seiner Entscheidung bestärkt, das Beste für seinen kleinen Schützling getan zu haben. Was immer auch sein Umfeld ihm sagte, er war stolz und erleichtert, dass der Kleine nun professionell versorgt wurde. 

Zu guter letzt stellte der Ausflug nach Salvador sogar für zwei kleine Jungs eine Belohnung dar - für Daniels selbstloses Handeln und für Cauês ganz persönliches Opfer – er bekam nämlich sein ebenso vermisstes Plüschschwein zurück! 



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Nilo Peçanha- BA

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