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  • Saúva Team

Ein erster Überblick

11.01.2018


Im Moment ist die Situation bei uns folgende...


Ca. 1 km von unserer Fazenda Saúva gibt es eine kleine Siedlung im Regenwald. Die Kinder und ihre Familien leben vom Cacau-, Kautschuk- und Guaraná-Anbau, außerdem wildern die meisten der Väter. Leider bekommen sie für ihre Ernte kaum Geld, vielen von den Erwachsenen können nicht richtig lesen und schreiben, geschweige denn verhandeln. Sie haben auch keine Möglichkeit die Ernte in die Stadt zu fahren. Die Firmen schicken ihre Fahrer los um den armen Leuten für einen lächerlichen Preis die Ware abzukaufen, gleichzeitig wird ihnen erzählt nur mit Pestiziden und aggressivem Dünger können sie grössere Gewinne erzielen. Die Kinder müssen mithelfen bei der Ernte. Es gibt eine Schule im Wald, die aber letztes Jahr zum Beispiel ständig ausgefallen ist. Es war nicht einmal 1 Monat am Stück Unterricht. Die Klasse ist nur eine, mit einer Lehrerin und Kindern von 3-15 Jahren. Viele der Eltern trinken. Durch die Capoeira haben wir die Kinder für unser Projekt gewinnen können. Sie trainieren bei uns, und helfen bei Aktionen wie Müll aufsammeln im Wald... Übrigens, der Müll wird einfach in den Wald geschmissen. Toiletten und Sickergruben für Abwasser gibt es nicht. Viele der Kinder haben Würmer und werden nicht behandelt. Die meisten der Eltern haben sich bereit erklärt, etwas zu ändern, sie sind dankbar, dass wir uns um sie und ihre Kinder kümmern möchten. Hilfe zur Selbsthilfe wollen wir leisten. Mit ihnen zusammen wollen wir als erstes eine gemeinschaftliche Toilette bauen, und Regenwasserversorgung einführen. Im Grunde geht es uns um den Regenwaldschutz. Die Leute sind dabei natürlich ganz ganz wichtig. Wenn sie mitmachen, und begreifen, dass man ihren schönen Lebensraum schützen muss, nicht nur ausbeuten und verschmutzen sind wir unserem Ziel schon etwas näher gekommen. Übrigens fahren wir mit unserem alten VW-Bus bereits ihre Ernte in die Stadt und konnten bessere Abnehmer finden. Der Capoeira-Unterricht findet immer statt, wenn der Regen nicht dazwischen kommt (wie leider sehr oft). Wir fiebern unserem Kulturraum entgegen, denn der regelmäßige Unterricht ist für die Kinder wichtig geworden, außerdem können wir uns vor und nach dem Unterricht mit den Kindern austauschen und erfahren, wo es Probleme gibt, und wie geholfen werden kann.




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Nilo Peçanha- BA

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